Raffael S. Gübeli Rechtsanwaltsbüro

Raffael S. Gübeli Rechtsanwalt & Notar

Strafrecht

Laut dem Bundesamt für Statistik erfolgen in der Schweiz im Jahr ca. 110'000 Strafverurteilungen. Davon erfolgen ca. 91% im sog. Strafbefehlsverfahren, einem beschleunigten Verfahren für die leichte bis mittlere Kriminalität. Im Strafprozess geht es – wie die Bezeichnung suggeriert – um die Bestrafung eines Individuums für ein spezifisch vorgehaltenes Verhalten. Daneben werden auch sog. Massnahmen ausgesprochen wie z.B. die Einziehung von deliktischem Vermögen, diverse Therapien oder die Verwahrung. Neben der Sanktion birgt eine Verurteilung auch weitere Konsequenzen als sog. Nebenfolgen. Einerseits werden Vergehen und Verbrechen im Strafregister ausgewiesen. Andererseits kann die Verurteilung auch eine Haftpflicht auslösen wie der Ersatz der Heilungskosten einer verletzten Person. Schliesslich kann eine Verurteilung je nach Beruf auch dazu führen, dass dieser nicht mehr uneingeschränkt ausgeübt werden kann. Stellen Sie Fragen zum Strafrecht direkt im Kontaktformular oder rufen Sie die unten wiedergegebene Rufnummer an.

Strafverteidigung


Was bedeutet die Eröffnung eines Strafverfahrens?


Was sind meine Rechte und Möglichkeiten?


Was sind die Konsequenzen einer Verurteilung?


Im Strafgesetzbuch (StGB) sowie in etlichen Nebenerlassen (bspw. das Strassenverkehrsgesetz) sind Verhaltensregeln festgehalten. Verstösst man gegen diese, wird man bestraft. Bis zum Schuld- oder Freispruch wird ein Verfahren durchgeführt, das den Zweck verfolgt, das tatsächliche Geschehen zu rekonstruieren. Das Strafverfahren beginnt grds. mit einer Strafanzeige oder indem die Polizei selbst eine Straftat beobachtet. Geht die Polizei davon aus, dass ein Tatverdacht besteht, führt sie erste Einvernahmen durch stellt zuhanden der Staatsanwaltschaft einen sog. Polizeirapport aus. Die Staatsanwaltschaft eröffnet anschliessend das Untersuchungsverfahren und ermittelt nach Beweisen zur Abklärung der Straftat. Häufig sind Einvernahmen des Beschuldigten, der Zeugen oder der Geschädigten bzw. Opfer. Materielle Beweismittel oder Tatmittel werden hingegen beschlagnahmt. Im Weiteren stehen der Staatsanwaltschaft Zwangsmassnahmen zur Verfügung, die das Sammeln des Prozesstoffs vereinfachen wie bspw. die Hausdurchsuchung oder die Untersuchungshaft. Besteht bspw. die Gefahr, dass der Beschuldigte während des Untersuchungsverfahrens in Freiheit Beweismittel beiseiteschaffen könnte, so kann die Staatsanwaltschaft beim Zwangsmassnahmengericht beantragen, dass der Beschuldigte für die Dauer der Untersuchung in Haft versetzt wird. Das gleiche gilt, wenn davon ausgegangen werden muss, dass der Beschuldigte flieht, oder seine Drohungen ausführt. Hat sich der Tatverdacht durch das Beweisergebnis erhärtet, so schliesst die Staatsanwaltschaft das Verfahren mittels Strafbefehl oder Anklage ab. Als Strafbefehl wird eine kurze unbegründete Verurteilung bezeichnet, die ohne Gerichtsverfahren erlassen wird. Es handelt sich um eine Art Urteilsvorschlag: wenn man ihn nicht akzeptieren möchte, hat man 10 Tage Zeit, um Einsprache zu erheben und eine gerichtliche Beurteilung zu verlangen. Bei schwereren Verbrechen oder Vergehen muss die Staatsanwaltschaft jedoch direkt beim Strafgericht Anklage erheben, wo die Parteien zum Strafpunkt plädieren können. Falls die Staatsanwaltschaft zum Schluss kommt, es fehle an Prozessvoraussetzungen oder Tatbestandsmerkmalen, so schliesst es die Untersuchung mit einer Verfügung ab, die einem Freispruch gleichkommt (Nichtanhandnahme bzw. Einstellungsverfügung).

Während des ganzen Verfahrens kommen dem Beschuldigten bestimmte Rechte zu. Er hat Anspruch auf Akteneinsicht, darf Beweisanträge stellen, zu den einzelnen Verfahrenshandlungen Stellung nehmen, Rechtmittel ergreifen etc. Die Ausübung dieser Rechte ist oft mit Schwierigkeiten verbunden. Zudem herrscht stets eine gewisse Waffenungleichheit, weil sich der Beschuldigte dem mächtigen Strafverfolgungsapparat gegenübergestellt wird. Meine Expertise umfasst den Strafprozess mit allen Nebenschauplätzen. Mit meiner Hilfe wird es Ihnen gelingen, Ihre Rechte in optimaler Weise zu nutzen und die Freiheiten der Staatsanwaltschaft weitmöglichst einzugrenzen.



Das Opfer einer Straftat hat in der Regel zwei Interessen: Es möchte die gerechte Bestrafung des Täters erwirken und die finanziellen Einbussen ersetzt erhalten.

Wird man in seiner körperlichen oder psychischen Integrität und/oder seinem Vermögen durch eine Straftat geschädigt, entsteht grundsätzlich gegenüber dem Beschuldigten ein Anspruch auf Schadenersatz und Genugtuung. Solche Zivilforderungen müssen normalerweise vor dem Zivilgericht geltend gemacht werden, was vorgängig einen Schlichtungsversuch vor dem Vermittleramt (St. Gallen) bzw. dem Friedensrichteramt (Zürich) erfordert. Das Schweizer Recht erlaubt jedoch den Opfern von Straftaten, ihre Zivilansprüche innerhalb des Strafprozesses geltend zu machen (sog. Adhäsionsprozess). Dies erspart einen wesentlichen Aufwand, weil das Opfer im Strafverfahren ohnehin teilnehmen muss, weil es aus Zeuge einvernommen wird oder über sonstige Beweismittel verfügt. Indem im Strafprozess Schadenersatz und Genugtuung bzw. Schmerzensgeld verlangt werden kann, wird der separate Gang vor das Zivilgericht erspart. So vorteilhaft der Adhäsionsprozess auch scheint, ist er nicht frei von Tücken, die eine juristische Beratung empfehlenswert machen. Einerseits können die Strafbehörden den Beschuldigten entgegen den Opferaussagen freisprechen, weshalb ein Rechtmittel ergriffen werden muss, um den Schuldspruch zu erwirken. Andererseits kann zwar ein Schuldspruch erfolgen, aber die Schadenersatz- oder Genugtuungsforderung abgewiesen oder auf den Zivilweg verweisen werden, was ebenfalls ein Tätigwerden erforderlich macht. Der Weg zur Gerechtigkeit kann deshalb steinig werden und sich in die Länge ziehen. Durch die Bearbeitung eines Dissertationsprojekts zu diesem Thema bin ich in der Lage, mein fundiertes Wissen zu Ihren Gunsten einzusetzen. Melden Sie sich, um in einem persönlichen Gespräch den entsprechenden Vorfall zu besprechen.



Opfer- und Geschädigtenvertretung


Was ist zu beachten bei einer Strafanzeige?


Mit welcher Kostenfolge ist zu rechnen, wenn der Beschuldigte freigesprochen wird?


Gibt es eine Möglichkeit, neben der Verurteilung auch eine Entschädigung zu beantragen?